Warum ist die richtige Vorbereitung wichtig?
80 % des Endergebnisses einer Pulverbeschichtung hängen von der Vorbereitung ab. Selbst wenn wir hochwertigsten Pulverlack und modernste Anlagen verwenden — ist das Werkstück schlecht vorbereitet, wird die Farbe nicht dauerhaft haften.
Hier sind die 7 häufigsten Fehler, die unsere Kunden erfahrungsgemäß machen — und wie Sie diese vermeiden können.
1. Kunststoff- oder Gummiteile am Werkstück
Das Problem: Das Einbrennen im Pulverbeschichtungsofen erfolgt bei 180–200 °C. Bei dieser Temperatur schmilzt Kunststoff, Gummi verbrennt, und Klebstoff läuft aus.
Die Lösung: Entfernen Sie alle Kunststoff-, Gummi- und Klebstoffreste vom Werkstück, bevor Sie es zur Beschichtung bringen. Dies gilt auch für Aufkleber, Dichtungen, Kunststoffstopfen und Ventile ohne Räder.
2. Ölige, fettige Oberfläche vor dem Sandstrahlen
Das Problem: Ist das Werkstück ölig oder fettig und gelangt zum Sandstrahlen, verunreinigt das Öl das Strahlmittel (Stahlkorn, Korundkorn). Dieses verunreinigte Strahlmittel verschmutzt dann auch alle weiteren Werkstücke.
Die Lösung: Wenn Sie auch Sandstrahlen wünschen, muss das Teil frei von Öl und Fett sein. Bei Bedarf können wir eine vorherige Entfettung durchführen — bitte teilen Sie uns dies bei Ihrer Angebotsanfrage im Voraus mit.
3. Nicht entgratete lasergeschnittene Kanten
Das Problem: Nach dem Laserschneiden bleiben an Kanten und Ecken Grate zurück — scharfe, spitze Metallteilchen. An diesen Stellen deckt der Pulverlack nicht gleichmäßig, und die Beschichtung wird dünner, was zu vorzeitigem Verschleiß führt.
Die Lösung: Bringen Sie lasergeschnittene Teile entgratet zur Beschichtung. Die Kanten sollten abgerundet und die Grate entfernt sein.
4. Fehlende Aufhängebohrung
Das Problem: Bei der Pulverbeschichtung wird das Werkstück an die Förderbahn gehängt. Dafür wird eine Aufhängebohrung benötigt. Falls keine vorhanden ist, können wir sie nachträglich anbringen, aber dies ist kein Bestandteil der Grundleistung und nimmt zusätzliche Zeit in Anspruch.
Die Lösung: Denken Sie bereits bei der Fertigung an die Aufhängebohrung. In der Regel reicht eine 8–10 mm große Bohrung an einer weniger sichtbaren Stelle des Teils aus.
5. Alte Farbe oder Rost auf der Oberfläche
Das Problem: Befindet sich alte Farbe oder Rost auf der Oberfläche, haftet der Pulverlack nicht direkt am Metall, sondern auf der alten Schicht — die sich mit der Zeit ablösen und die neue Schicht mit sich reißen kann.
Die Lösung: Alte Farbe und Rost entfernen wir durch Sandstrahlen. Das ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, aber das dauerhafte Endergebnis lohnt sich. Bei uns erfolgen Sandstrahlen und Pulverbeschichtung an einem Ort, in einem Betrieb.
6. Falsch angegebene Farbe oder Oberflächentyp
Das Problem: „Irgendwas Graues” oder „so wie der Zaun vom Nachbarn” — daraus lässt sich keine genaue Spezifikation erstellen. Ein nachträglicher Farbwechsel bedeutet eine erneute Beschichtung.
Die Lösung: Verwenden Sie zur Farbangabe einen RAL-Code. Falls Sie den genauen Code nicht kennen, schauen Sie auf unserer Seite RAL-Farbkarte nach oder bringen Sie ein Musterstück mit. Auch den Oberflächentyp (matt, glänzend, strukturiert) sollten Sie vorab festlegen.
7. Anlieferung ohne Terminabsprache
Das Problem: Bringen Sie Werkstücke ohne Anmeldung vorbei, kann es vorkommen, dass der Ofen gerade voll ist oder die gewünschte Farbe nicht vorrätig ist — und Sie machen eine unnötige Fahrt.
Die Lösung: Sprechen Sie die Anlieferung immer telefonisch ab. Rufen Sie die Nummer +36 20 455-25-44 an, wir klären gemeinsam Menge, Termin und Vorbereitungsbedarf.
Zusammenfassung
| Fehler | Lösung |
|---|---|
| Kunststoff/Gummi am Teil | Entfernen |
| Ölige Oberfläche | Entfetten oder vorab mitteilen |
| Nicht entgratete Kanten | Entgraten |
| Keine Aufhängebohrung | Bei der Fertigung einplanen |
| Alte Farbe/Rost | Sandstrahlen |
| Ungenaue Farbangabe | RAL-Code verwenden |
| Anlieferung ohne Absprache | Vorher anrufen |
Haben Sie Fragen zur Vorbereitung? Rufen Sie uns an: +36 20 455-25-44 oder fordern Sie online ein Angebot an.